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Freie Wähler wollen „das Rathaus erobern“ 

Freie Wähler wollen „das Rathaus erobern“ 

SCHLESWIG | Die Freien Wähler Schleswig (FWS) ziehen erneut mit Arne Olaf Jöhnk als Spitzenkandidat in den RatsWahlkampf. Auf den weiteren Listenplätzen folgen BjörnSven Bergemann, Jörg Ziemert, Holger Hoffmann, Michael Ostrowski, Florian Schüler und Bärbel Kahlund.

Die FWS waren vor fünf Jahren erstmals zur Kommunalwahl angetreten und hatten 5,3 Prozent der Wählerstimmen erhalten. Nun wolle man „das Rathaus erobern“, kündigte Jöhnk an. Den „bislang regierenden Großen“ SPD und CDU sei es nicht gelungen, die vielen Probleme in der Stadt zu lösen. Viele gute Ideen von Schleswiger Bürgern seien in den letzten Jahren von den Mehrheitsparteien im Rat „nur belächelt und nicht weiter verfolgt“ worden.

Jöhnk kündigte einen „putzmunteren Wahlkampf“ an. Im Mittelpunkt sollen dabei Themen wie die Entwicklung auf der Freiheit sowie der Bahnhof stehen. Den „Bahnhofsgipfel“ vom Donnerstag wertet Jöhnk bereits als Erfolg der Freien Wähler. „Auch auf Grund des öffentlichen Drucks, den wir aufgebaut haben, hat sich die Stadt Schleswig als Genehmigungsinstanz aus dem Bauvorhaben Bahnhof zurückgezogen“, meint er. Einer zügigen Wiederaufnahme der Bauarbeiten stehe nun nichts mehr im Wege.

Quelle: https://www.shz.de/lokales/schleswiger-nachrichten/freie-waehler-wollen-das-rathaus-erobern-id18857641.html

Neue Veranstaltungen mit den Freien Wählern

FWS besucht „Schloss Gottorf“

Am Mittwoch 27.September 2017 um 20 Uhr informiert sich die FWS aus erster Hand über den Masterplan „Schloss Gottorf 2025“.

Treffpunkt 20 Uhr am Kassenhäuschen Schloss Gottorf.

Interessierte Bürger sind herzlich willkommen, bitte vorher kurze Mail an den Vorsitzenden Arne Jöhnk, Mail: arnejoehnk@versanet.de schicken,

oder kurzen Anruf unter: 0171/2680430.

Weitere Infos finden Sie auf der Seite Termine

FWS informiert sich „Aus erster Hand“ über den Sachstand „Bahnhof Schleswig“

Am Mittwoch, 22.November 2017 um 20 Uhr informiert sich die FWS über den Sachstand „Entwicklung des Schleswiger Bahnhofs“

Der Investor stellt sein Konzept vor und berichtet über aufgetretene Schwierigkeiten.

Treffpunkt 20 Uhr im Wintergarten/Hotel Hohenzollern.

Interessierte Bürger sind herzlich willkommen, bitte vorher kurze Mail an den Vorsitzenden Arne Jöhnk, Mail: arnejoehnk@versanet.de schicken,

oder kurzen Anruf unter: 0171/2680430.

Weitere Infos finden Sie auf der Seite Termine

Leserbrief – Konzept überdenken

Zur Entwicklung des Stadthafens. Mit Interesse verfolge ich schon seit längerer Zeit die Entwicklung des Stadthafens. Der Um- und Ausbau der „Alten Liebe“, gegenüber des „Kaphörnchens“ trägt sicherlich zur Attraktivitätssteigerung des Hafens als Ganzes bei. Es ist es ein gutes, ergänzendes Angebot zur schon vorhandenen Café-Gastronomie im Hafenensemble.

Bei Diskussionen mit Schleswiger Bürgern stellte ich allerdings fest, dass zum einen die Entwicklung des Wohnmobilstellplatzes am Hafen – bei Anhalten der derzeitig vorherrschenden Tendenz zur Vollauslastung dieses Platzes – überdacht werden muss. Vielleicht bietet sich ja doch das ehemalige Zuckerfabrikgelände als mögliche Ausweichstelle für diesen Stellplatz an.

Als zweite Anregung möchte ich hier vorbringen, den schönen Wanderweg KönigswiesenStadthafenHolmFreiheit auch im neuen Entwicklungsabschnitt „Ostteil Freiheit“ – bis zur Mühle – weiterzuführen.

Für das nicht im städtischen Besitz befindliche Zwischenstück am Wasser bei der A.P.-MøllerSchule, wird sich der Eigentümer (dänischer Fonds) hoffentlich nicht der Errichtung eines DurchgangsWanderweges in städtischer Regie verschließen.

Holger Hoffmann, Schleswig
Freie Wähler Schleswig

Leserbrief – Kritik bleibt unverändert

Zu: Gottorf wirbt für seine „Neue Mitte“ (Ausgabe vom 14. Juli)Strategisches Vorgehen hat man auf der Schlossinsel schon vor 150 Jahren (damals mit den dort stationierten Soldaten) geübt. Eine Kontinuität kann man bei der Stiftung Schleswig-Holsteinische Landesmuseen beobachten, geht man doch seit Jahren immer wieder mit der berechtigten Kritik der Schleswiger Bürger sehr zweifelhaft um. Nun haben wir wieder einmal ein neues Großprojekt: Die Schlossinsel wird ihr Gesicht fundamental ändern. „Alle sind begeistert!“ Ist das so? Oder hat man wieder einmal die Kommunalpolitiker eingelullt, ist man auf eventuelle Kritiker (Leserbriefschreiber) pro-aktiv zugegangen und hat diese eventuell eingeladen/angerufen, so dass diese mit ihrer kritischen Meinung nach Gottorf hineingingen und dann mit dem Gottorfer „Masterplan“ (Was für ein großartiger Plan!) im Kopf wieder herauskamen? Seltsam.

Unsere Kritik an diesem „Masterplan“ bleibt unverändert, da hilft auch alles Zureden nicht. Argumentationen wie: Man hätte schon fundamentale Tatsachen geschaffen und wolle/könne nichts mehr an den Ausführungsplanungen ändern, machen die Sache nicht besser – im Gegenteil. Vielleicht wachen ja doch einige (mehr) in Schleswig mal auf und machen sich auf den Weg, um ihre Bedenken zum Schloss vorzutragen.

Michael Ostrowski,Freie Wähler Schleswig

PM – Sozialen (sozialverträglichen) Wohnungsbau „Auf der Freiheit“ nicht vergesssen!

Die „Freien Wähler für Schleswig“ (FWS) begrüßen den Flächenerwerb des ehem. Ostteils der Kaserne „Auf der Freiheit“ –
durch die Stadt Schleswig/Schleswiger Stadtwerke ausdrücklich.

Auf einer Mitgliederversammlung wurde deutlich, dass nun wieder das „Heft des Handelns“ zurück in den Händen der Stadt Schleswig liegen wird.

Viele Mitglieder beklagten die unglückliche Entwicklung der vergangenen Jahre, das ungeschickte Agieren der ehem. „TEAM-Vivendi“ Gesellschafter und den Verfall der -ursprünglich noch passablen- Bausubstanz im Ostteil des Geländes.

Deutlich wurde aber auch, dass viele Bürger sich eine ausgewogene „Besiedelung“ des neuen Entwicklungsabschnittes wünschen.

Das neue Siedlungsgebiet sollte sich nicht zu einem abgeschlossenen Bereich -mit ausschließlich hochpreisiger Bebauung entwickeln- sondern vielmehr müssten alle gesellschaftlichen Schichten die Möglichkeit zum Zuzug in den neuen Stadtteil bekommen.

Vermarktung der Grundstücke „Ja“ – aber bitte auch den sozialen (geförderten) Wohnungsbau nicht aus den Augen lassen – so der Tenor der Mitgliederversammlung.

Freie Wähler Schleswig – 07. Juli 2017

Leserbrief: Verbrannte Erde

Mit Verwunderung und Ärger habe ich den Bericht über den plötzlichen Abriss der ehem. Kasernengebäude, die bis vor kurzem durch das FKKZ genutzt wurden,  -im Ostteil der ehem. Kaserne „Auf der Freiheit“ in Schleswig-  gelesen.

Die Investorengesellschaft „Team Vivendi“  (TV) verfolgt also weiter Ihre Politik der „verbrannten Erde“ – der Abriss der Gebäude ist vollkommen unsinnig, sowohl ökonomisch (wer reißt bitte ein vollkommen intaktes und noch dazu in einem passablen Zustand befindliches Gebäude ab?) –als auch städtebaulich!

Die dortigen Gebäude genossen ja noch einen gewissen Bestandsschutz, nun wird dort aufgrund des Nicht-Vorhandenseins eines rechtskräftigen Bebauungsplanes auf lange Zeit nichts als Wüstenei (wie im restlichen Teil des Geländes durch Team Vivendi angerichtet) zu bewundern sein.

 Im Internet bemüht sich der „Geschäftsführer“ der  TV um Schuldzuweisungen an den Bürgermeister und die Ratsversammlung – diese seien schuld daran, dass jetzt die Gebäude „niedergelegt“ werden müssten.

Richtig ist: Gemäß städtebaulichem  Vertrag hat TV für jedes weiterzunutzende/bzw. nicht abzureißende Gebäude einen Betrag von ca. 25000 € an die Bundesrepublik Deutschland zu leisten. Da das wohl nicht erfolgt ist (doch nicht wohl aus Geldmangel?), besteht wohl jetzt die Abriss „Verpflichtung“.

Betrachtet man das unter der Prämisse, dass die Gebäude ja noch vor kurzem aus Geldern des Bundesbauministeriums für die FKKZ Nutzung ertüchtigt wurden – um so verrückter!

Noch dazu wo sich der Anschein ergibt, dass TV mit dem Abriss der Stadt Schleswig noch einmal (hoffentlich ein letztes Mal!) eins „Auswischen“ will.

Nach dem Motto: Die tun nichts für uns, alle sind schuld nur wir nicht…- wird dieses Gelände wieder ein Stück tiefer in den Abgrund gerissen.

Die Frage für Schleswig ist: Wer stoppt diese „Damen und Herren“ da unten „Auf der Freiheit“ langsam  einmal und sorgt dafür, dass dieses Gelände vielleicht in vernünftige Hände gelangt?

Zuletzt sei noch bemerkt, dass ich noch nie einen so schlecht gemachten Abbruch gesehen habe: Die Gebäude sind nicht im Mindesten entkernt worden: Man reißt ab mit PVC-Fußböden, Fenstern, Türen, Sanitär   – von Sonderabfällen mal ganz abgesehen – drin. Das sieht bei Profiunternehmen (man denke an die diversen auf dem Helios Gelände in jüngster Zeit durchgeführten Abbrüche) etwas anders aus – auf der „Freiheit“  „bewundern wir wohl eher den Rachefeldzug eines gescheiterten Unternehmens.

Fabian Winda – Beisitzer der Freien Wähler Schleswig

Wählergemeinschaft „Freie Wähler für Schleswig“ (FWS) wählt neuen Vorstand für die kommenden 2 Jahre

Auf der Jahreshauptversammlung der „Freien Wähler für Schleswig“ am Mittwoch, den 29.Juni 2016, haben diese einen neuen Vorstand gewählt.

Den Kurs für die kommenden zwei Jahre bis zur Kommunalwahl im Mai 2018 werden als 1. Vorsitzender Arne Olaf Jöhnk, als stellv. Vorsitzende Ike Oliver Obermüller und Jörg Ziemert, sowie als Beisitzer Michael Sager und Fabian Winda bestimmen.

Erklärtes Ziel ist es, nach der Kommunalwahl 2018 eine Fraktion in der Ratsversammlung bilden zu können, um besser an der Justierung der „Stellschrauben“ in der Ratsversammlung teilhaben zu können. Bürgernähe und Transparenz aller Entscheidungen sind für die FWS weiter die bestimmenden Faktoren für eine erfolgreiche, mit dem Bürger im Dialog stehende, Kommunalpolitik.

Die FWS trifft sich einmal im Monat zu einem offenen Stammtisch, bei dem aktuelle politische Themen und „Baustellen in der Stadt“ diskutiert werden. Termine sind entweder auf der FWS-Homepage www.fw-schleswig.de nachzulesen oder auch beim Vorsitzenden Arne Olaf Jöhnk unter 04621-997904 zu erfahren.

„Wir freuen uns immer wieder über neue Gesichter auf unseren monatlichen Treffen, daher sind interessierte Bürger herzlich zu unseren Stammtischen eingeladen“.

Der nächste offene Stammtisch findet am Mittwoch, 24.August 2016, um 20 Uhr im „Alten Kreisbahnhof“ statt.

[PM] Brauchen wir ein neues Interkommunales Gewerbegebiet/Einkaufszentrum am Standort der Holzhandlung Söhrn im Friedrichsberg?

„Brauchen wir ein neues Interkommunales Gewerbegebiet/Einkaufszentrum am Standort der Holzhandlung Söhrn im Friedrichsberg?“

In den letzten Wochen schlagen die Wogen mal wieder hoch: Ein Investor möchte „um jeden Preis“ auf dem Gelände der bisherigen Holzhandlung Söhrn im Friedrichsberg, ca. 1 km Luftlinie entfernt vom gut angenommenen Einkaufszentrum (mit Läden wie Sky, Aldi, Rossmann etc.) im Friedrichsberg ein weiteres Einkaufszentrum durchsetzen. Dazu bedient sich dieser hauptsächlich der Gemeinde Busdorf (grosse Teile des Gebietes liegen nämlich für die meisten von uns nicht ersichtlich) –auf dem Boden der Gemeinde Busdorf. Zunächst hieß es: Da soll ein LIDL hin, damit wird kein Laden im Friedrichsberg gefährdet…, nun plötzlicher fundamentaler Richtungsschwenk: Jetzt soll ein grosser EDEKA Markt dorthin –und wer weiß: (ein Schelm wer sowas denkt…) –vielleicht ist das erst der Anfang. Ja: Und was ist vielleicht die Konsequenz, vielleicht nicht morgen, aber vielleicht in 5 Jahren: Dann ist das jetzige Einkaufszentrum im Herzen des Friedrichsberges um einige Läden ärmer und uns grüßt der Leerstand. Und warum? Wozu noch immer weitere, zusätzliche Einzelhandelsflächen? Sind wir nicht langsam überversorgt in Schleswig? Was soll dieser unselige Verdrängungskampf (der hier schlimme Folgen für das „Herz“ des Friedrichsberges haben kann?!) Wer soll da denn einkaufen? Von mir aus können sich gerne Läden auf dem avisierten Gelände ansiedeln: Nur dann bitte solche, die wir hier noch nicht in Schleswig haben. Gegen einen Küchenfachmarkt oder einen Textilgroßmarkt wird keiner etwas einzuwenden haben.

Arne Olaf Jöhnk, Ratsherr, Freie Wähler für Schleswig.

Fahrräder für syrische Flüchtlinge

Der Spenden-Aufruf des Freien Kultur- und Kommunikationszentrums hatte Erfolg: Die syrischen Bürgerkriegsflüchtlinge, die auf der Freiheit wohnen, haben jetzt Fahrräder.

„17 Stück? Ernsthaft?“ Rüdiger Tietz fragte lieber nochmal nach, ob er sich bei der Zahl an gespendeten Fahrrädern für syrische Flüchtlinge nicht verhört hatte. Doch als ihm einer der Initiatoren der Aktion, Arne Olaf Jöhnk, die Zahl bestätigte, strahlte er: „Das ist ja Wahnsinn.“ Gemeinsam mit dem Team des Freien Kultur- und Kommunikationszentrums (FKKZ) engagiert er sich für Menschen aus Syrien, die vor dem Krieg in ihrer Heimat nach Schleswig geflohen sind. Angesichts der „erfolgreichen Aktion“ scherzte Jan Friedrich Dünne vom FKKZ: „Dann können wir ja jetzt einen Fahrradverleih an der Schlei aufmachen.“

Dabei hat die Aktion durchaus einen ernsten Hintergrund. Denn wenn die Syrer in Deutschland ankommen, besteht ihr Gepäck aus kaum mehr als der Kleidung, die sie am Leibe tragen. „Ich habe neulich drei Syrer abgeholt und gefragt, wo ihr Gepäck sei. Dabei war jeweils ein kleiner Rucksack alles, was sie dabei hatten“, sagte Arne Jöhnk. Sie hätten ewig dieselben Sachen angehabt, „das kann man kaum glauben“. Derzeit sind 15 Flüchtlinge in alten Kasernengebäuden in direkter Nachbarschaft zum FKKZ untergebracht, von denen viele bei ihrer Ankunft vom Kreis Schleswig-Flensburg lediglich mit zehn Euro im Portemonnaie ausgestattet worden seien. Da ist Soforthilfe gefragt. „Die drei Syrer hatten seit Stunden nichts gegessen, dann bin ich erstmal zu Aldi gefahren und habe für jeden eine Tüte mit Lebensmitteln gefüllt“, sagte Jöhnk. Um nichts falsch zu machen, besorgte er ausschließlich vegetarisches Essen. „Schließlich sind viele der Syrer gläubige Muslime, die kein Schweinefleisch essen.“

Nach diesen ersten Hilfestellungen sind weitere Maßnahmen erforderlich, um die Menschen bei der Eingewöhnung und dem Ankommen in ihrer neuen Umgebung zu unterstützen. Aus diesem Grund wurde nicht nur der Kontakt zur islamischen Gemeinde im Friedrichsberg hergestellt – „einige haben auch schon am Freitagsgebet teilgenommen“ – sondern auch die Mobilität soll gefördert werden.

Da aber beispielsweise Monatskarten für das Schleswiger Busnetz angesichts einer finanziellen Zuwendung von 354 Euro im Monat unerschwinglich sind, bietet das Radfahren eine kostengünstige Alternative. So können die Menschen nicht nur den Sprachkurs erreichen, sondern auch Supermärkte, Ärzte, Behörden und Freunde. Vor diesem Hintergrund wurde die Idee geboren, Fahrräder zu sammeln und unter den Flüchtlingen zu verteilen. Ergänzend dazu sind auch Felgen, Mäntel und Luftpumpen als Spenden willkommen. „Zufällig befindet sich unter den Syrern ein Zweiradmechaniker“, erklärte Jöhnk, der könne die Fahrräder bei Bedarf reparieren.

Bevor die gesammelten Fahrräder zum Einsatz kommen, werden sie einer Inspektion unterzogen. Dabei werden altersschwache Drahtesel aussortiert – und davon gab es einige. „Andere sind wieder sehr hochwertig, so dass wir gute Fahrradschlösser brauchen“, ergänzte Thies Mielke, der sich zusammen mit dem FKKZ-Team für die Aktion engagierte. Jöhnk bekräftigte dies, schließlich sei einem Flüchtling erst kürzlich sein Fahrrad am Gallberg gestohlen worden.

Ebenso wenig Verständnis wie für Fahrraddiebe zeigten sie für einige negative Kommentare, die nach ihrem Spendenaufruf zu lesen oder hören waren. So erinnerte sich Mitorganisator Michael Ostrowski, der zugleich als Hausmeister für die Unterkünfte der Flüchtlinge zuständig ist, an folgende Aussage: „Ich brauche auch ein kostenloses Fahrrad, wer bringt mir denn eins?“ Andere hätten daraufhin schlagfertig geantwortet: „Ich habe zwei Fahrräder, du kannst gerne vorbeikommen und dir eins abholen.“ Darüber hinaus würden sich einige Schleswiger sogar darüber wundern, dass plötzlich Syrer in Schleswig zu finden seien: „Die lesen gar keine Nachrichten und informieren sich nur auf Facebook.“

Dieser Minderheit stünden jedoch engagierte Mitbürger gegenüber, die schon bei der Abgabe der Fahrräder weitere Spenden anboten. Zudem bildet sich in Schleswig derzeit ein Netzwerk aus kirchlichen, politischen und gesellschaftlichen Institutionen sowie ehrenamtlichen Helfern, die sich gemeinsam für Flüchtlinge einsetzen. Und der Bedarf wird in naher Zukunft sicherlich weiter zunehmen, „denn die derzeitige Ansage ist, dass weitere syrische Flüchtlinge kommen werden“, so Jöhnk. Darauf sei man vorbereitet, denn in der Pionierstraße 20 stünden frisch gestrichene und voll möblierte Räume zur Verfügung, die im vergangenen Jahr während einer Großübung noch von der Bundeswehr genutzt wurden. „Wenn die Gebäude bewohnt und beheizt sind, ist uns das lieber, als wenn Leerstand herrscht“, meinte Jöhnk dazu.

Und sobald die Neuankömmlinge Schleswig erreicht haben, ist ab sofort erstmal sicher gestellt, dass sie ein Fahrrad zur Verfügung haben. Denn neben den 17 Fahrrädern, die derzeit auf der Freiheit eingelagert sind, gibt es noch eine Liste mit Adressen, an denen weitere Fahrräder abgeholt werden können.

Quelle: Shz.de http://www.shz.de/lokales/schleswiger-nachrichten/fahrraeder-fuer-syrische-fluechtlinge-id7360621.html

Im Clinch mit den Ex-Mitgliedern

Die Mitgliederversammlung der Freien Wähler für Schleswig (FWS) war geprägt von Formalien.

Es war eine Versammlung der ganz eigenen Art: Ein gutes Dutzend Mitglieder der Freien Wähler für Schleswig (FWS) saß aufgereiht wie bei einem wissenschaftlichen Fachvortrag. Als stille Beobachter in der letzten Reihe: CDU-Bürgermeisterkandidat Frank Neubauer und seine Frau Sabrina. Am Kopfende des Tagungsraumes im Alten Kreisbahnhof hatten der Vorsitzende Arne Olaf Jöhnk und sein Beisitzer Michael Ostrowski hinter ihren Laptops Platz genommen. Die Anspannung stand ihnen ins Gesicht geschrieben. Wären Gurte an ihre Stühlen gewesen, sie hätten sich angeschnallt. Denn sie rechneten mit heftigen Turbulenzen. Mit Björn Sven Bergemann hatten sie eigens einen Rechtsanwalt hinzugebeten, der für einen ordnungsgemäßen Ablauf sorgen sollte.

Aber alles blieb ruhig. Denn zwei Personen, mit denen alle gerechnet hatten, kamen nicht: Die zurückgetretenen stellvertretenden Vorsitzenden Helge Ketelsen und Bärbel Kahlund. Sie hatten kurz nach den Kommunalwahlen ihren Austritt aus den FWS erklärt und liegen seither mit der Wählergemeinschaft im Clinch. Inzwischen betrachten sie ihre Austritte für nicht wirksam, weil in der Satzung ein Verlassen der Wählergemeinschaft nur zum Jahresende vorgesehen ist.

Das Problem wollte der Vorstand nun aus der Welt schaffen: Einstimmig beschlossen die anwesenden Mitglieder, die Ausgetretenen „einvernehmlich“ mit sofortiger Wirkung auszuschließen. Und dann gab es auch noch einen Antrag auf Ausschluss des Vorsitzenden. Schriftlich eingereicht von Helge Ketelsen. Die Versammlung lehnte es einstimmig ab, diesen Antrag überhaupt zu behandeln und ging stattdessen zur Wahl über, um den Vorstand zu komplettieren, der wegen der Austrittswelle nicht mehr beschlussfähig war. Ostrwoski rückte auf vom Beisitzer zum ersten stellvertretenden Vorsitzenden. Zweiter Stellvertreter ist Jörg Ziemert. Neue Beisitzer sind Ingrid Rosendahl und Michael Sager.

Jedenfalls bis auf weiteres. Denn gestern Vormittag tauchten Helge Ketelsen und Bärbel Kahlund doch noch auf. Und zwar in der SN-Redaktion. Sie wollten ihre Sicht der Dinge schildern. Und die lautet: Die Versammlung vom Vorabend hätte so niemals stattfinden dürfen. Die beiden sagen, sie wüssten von Mitgliedern, die nicht ordnungsgemäß eingeladen worden seien. Mithin seien alle Beschlüsse nichtig.

„Eigentlich wollen wir mit den FWS nichts mehr zu tun haben“, sagte Kahlund. Aber dass Jöhnk und Ostrowski die Wählergemeinschaft weiterführen, das möchten sie nicht akzeptieren. Sie werfen ihnen Eigenmächtigkeiten vor und Verrat an den Idealen der Gruppe. Kahlund: „Die FWS ist unser Baby. Wir haben sie gegründet, um uns für Transparenz in der Kommunalpolitik einzusetzen.“ Sie sagen offen, dass sie die Arbeit der Jöhnk-FWS torpedieren wollen. Ob ihnen das mit juristischen Mitteln gelingt, ist offen. Selbst wenn es ihnen gelingen sollte, die Beschlüsse für ungültig zu erklären: Jöhnks politische Arbeit als Mitglied in der Ratsversammlung bliebe davon unberührt.

von Ove Jensen
erstellt am 12.Sep.2013 | 07:45 Uhr

Quelle: Shz.de http://www.shz.de/lokales/schleswiger-nachrichten/im-clinch-mit-den-ex-mitgliedern-id3643351.html